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  • 125 Jahre SVK

    125 Jahre SVK

    Wir feiern Jubiläum

1918 - Weimarer Republik

TVK - Der Verein als Zufluchtsort

Nach vier schweren Kriegsjahren, die an den Kornwestheimern nicht spurlos vorbeigezogen waren, kam der erste Weltkrieg am 11. November des Jahres 1918 endlich zu seinem Ende.

Mit dem Ende dieses düsteren Kapitels, kehrte der lang ersehnte Frieden in den Alltag der Kornwestheimer zurück. Dieser Frieden, gepaart mit der Sehnsucht nach sportlicher Betätigung, lies das Vereinsleben langsam wieder aufleben. Neben der Sehnsucht nach sportlicher Aktivität, schätzten die Vereinsmitglieder vor allem das friedliche Miteinander und die Harmonie innerhalb des Vereins. Der TVK war für seine Mitglieder zu einem emotionalen Zufluchtsort geworden.

Im Jahr 1919 feierte der TVK bereits sein 25 Jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein ganze 300 Mitglieder. Die Kornwestheimer waren stolz auf ihren TVK und hatten allen Grund zu feiern. Die steigende Mitgliederzahl stellte den Verein mal wieder vor ein altbekanntes Problem: Die Mitglieder brauchten mehr Platz! Und so kam es, dass der Verein, kurz bevor alles aus den Nähten zu platzen drohte, die Erweiterung der Turnhalle ankündigte, deren Ausbau im Jahr 1921 beginnen sollte. 

Mit den Jahren wuchs auch das sportliche Angebot des TVK und lockte immer mehr sportbegeisterte Kornwestheimer in die eigenen Reihen. Neben dem traditionellen Turnen und einer Abteilung für Leichtathletik, stellte der Sportverein nun auch mehrere Mannschaften im Faustball, Handball und im Florettfechten.

Ab Mitte der 20er Jahre kam der Ball für die TVKler so richtig ins Rollen, als verschiedene Abteilungen des Vereins durch diverse sportliche Höchstleistungen auch überregional für Aufmerksamkeit sorgten:

So erkämpften sich die Leichtathleten des TVK im Jahr 1927 den Bundesmeistertitel im Dreikampf (4 x 100 m, Diskus, Steinstoßen). Kurz darauf – im Jahr 1928 – kam der württembergischen Meistertitel im 10 x 100 m dazu. Im selben Jahr, konnten auch die Handballer einen grandiosen Erfolg verzeichnen, als sie sich den Meistertitel des schwäbischen Turn- und Spielverbandes sicherten.

svk timeline 2 1918 Weimarer Republik 

FVK

Der Krieg war vorbei und der FVK schon wieder drauf und dran, den Fußball in Kornwestheim wieder aufleben zu lassen. Mit Erfolg! Bereits 1920 gelang es den ehrgeizigen und leidenschaftlichen Kickern in die höchste württembergische Amateurklasse aufzusteigen. Nach einem wilden Auf und Ab in den Folgejahren, gelang es dem FVK schließlich, sich langfristig in der A-Klasse zu etablieren.

Die FVK’ler hatten bereits sehr früh eine klare Vision für Ihren Sport, die bis heute in der DNA des Vereins festgeschrieben steht. Sie sahen im Fußball mehr als nur eine Leibesübung. Der Fußball sollte ebenso als Erziehungsmedium fungieren, mit dessen Hilfe Menschen wichtige Tugenden wie Zusammenhalt, Disziplin und Respekt erlernen. Eine Vision, die sich die Verantwortlichen sehr zu Herzen nahmen. So sah man sich in der Pflicht, den Fußballsport nicht nur Männern, sondern auch Kindern, Jugendlichen und Frauen soweit wie möglich zugänglich zu machen.

Das Thema Sport wurde für die Kornwestheimer Gemeinde zunehmend wichtiger. Dementsprechend komplexer war die Organisation eines reibungslosen Sportbetriebs für die vielen Interessenten. Wichtige Fragen mussten geklärt werden: “Wo können wir Sport treiben? Wie verteilen wir unsere Sportler? Was benötigen wir, um den Sport erfolgreich für alle zugänglich zu machen?”

Mit dem Ziel auf all diese Fragen geeignete Antworten zu finden, wurde am 08.09.1921 der Ortsverband für Leibesübungen gegründet. In einem ersten Appell, verfasste

Dr. Gürrbach, der damalige 1. Vorsitzende des FVK, eine Denkschrift. Aus dieser ging ein umfassender Maßnahmenkatalog hervor, der unter anderem den Bau von Sporthallen samt Ausstattung mit Sportgeräten, Umkleiden und Sanitärbereichen vorsah. Ein großes Vorhaben für eine so kleine Gemeinde. Die Umsetzung, fast utopisch.

Doch der Aufruf verhallte nicht ungehört. 1924 ließ die Gemeinde unter Schultheiß Siller einen neuen Fußballplatz bauen, der den Fußballern des FVK neue Möglichkeiten bot. Ein Jahr später erfüllte sich ein ganz besonderer Meilenstein in der Geschichte des FVK: Das erste selbstgebaute und selbstfinanzierte FVK Clubhaus wurde fertiggestellt.

Der damals noch kleine Fußballverein strebte nach Rang und Größe. Ein Vorhaben, dass ohne starke Partner und finanzielle Unterstützung schwer umzusetzen war. Die Mitgliedschaft von Jacob Sigle Junior – baldiger Vorstand der zukünftig weltberühmten Schuhmarke Salamander – sollte sich für den FVK als besonders hilfreich erweisen. Ohne seine finanzielle Unterstützung, hätten viele Dinge nicht umgesetzt werden können.

Im Jahr 1926 zählte der Verein ganze 300 Mitglieder. Neben einer Fußballabteilung mit mehreren Männer-, Jugend- und einer Frauenmannschaft, konnte man beim FVK mittlerweile auch Handball oder Hockey spielen, Leichtathletik beitreiben oder im vereinseigenen Chor mitsingen.

Unter der Leitung von Eduard Seitz wurde das beliebte Clubhaus des FVK im Jahr 1936 erweitert. Das moderne “Fußballerheim” konnte durch viele private Geldspenden, einer großzügigen Spende von Jacob Sigle und staatlicher Bezuschussung finanziert werden. Es verfügte nun über eine großzügige Terrasse, Umkleidekabinen und einer eigenen Gaststätte. Auf ihr neues Fußballerheim waren FVK Sportpioniere besonders stolz.

 

Gründung des Eisenbahnsport Verein - die ESG

Mit dem Ausbau des Kornwestheimer Rangierbahnhofs, der zweitgrößte Bahnhof seiner Klasse in Baden-Württemberg, stieg die Anzahl der Reichsbahn-Mitarbeiter in Kornwestheim an. Die Gründung des ESG war mehr eine Reaktion, als eine aktive Bewegung. Denn der Schichtdienst machte es den Mitarbeitern nahezu unmöglich, die Sportangebote des TVK zu nutzen oder mit den FVK´lern auf dem Platz zu stehen.

Die Folge? Nach dem Motto “Wenn wir nicht dabei sein können, gründen wir eben etwas Eigenes”, trafen sich 23 Kornwestheimer Reichsbahn-Angestellte um Adolf Mäusle im Jahr 1928 in der Gaststätte “Im Bären” und gründeten den Reichsbahn-Turn-und-Sportverein (RTSV).

Schon kurze Zeit später zählte der frisch gebackene Sportverein über 100 Mitglieder und mehrere Abteilungen. Das schnelle Wachstum stellte die Gründer und Mitglieder jedoch vor ein grundlegendes Problem: Eine Turnhalle musste her!

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse, kündigte der Vereinsvorstand, mit Hilfe finanzieller Unterstützung der Reichsbahn, im Jahr 1932 den Bau der neuen Turnhalle an. Schon ein Jahr später erfolgte die feierliche Einweihung der neuen Halle, die ihr zu Hause nahe der Gleisanlagen fand.

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